Umweltschutz in Berndorf
Vorwort zum Bericht "Umweltschutz in Berndorf" von Umweltgemeinderat Erich Christian Rudolf
Sehr geehrte Berndorferinnen und Berndorfer,
Es freut mich berichten zu dürfen, dass die Stadtgemeinde Berndorf, im Rahmen der Gemeinderatsitzung am 31. März 2011, mit großer Mehrheit eine Resolution zum Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag an die Bundesregierung verabschiedet hat.
Österreich hat sich 1978 in einer Volksabstimmung gegen Atomkraftwerke im Land ausgesprochen, ist aber seit dem EU-Beitritt Mitglied von EURATOM. Diese Organisation beschäftigt sich mit der Förderung und Forschung auf dem Nuklearsektor. Aufgrund dieses Vertrages fördert Österreich dadurch die Atomindustrie jährlich mit ca. 40 Mio. Euro.
In der Petition des Berndorfer Gemeinderates wird die Bundesregierung aufgefordert, aus dieser Organisation auszutreten und mit den dadurch lukrierten Mitteln die Förderung erneuerbaren Energiequellen zu finanzieren.
Damit sind wir in Österreich die 191. Gemeinde, welche sich an dieser Aktion beteiligt.
In Niederösterreich sind wir nun neben Amstetten, Zwettl, Klosterneuburg und vielen weiteren die 37. Gemeinde.
Dazu ist die Einholung der Meinung von Umwelt- und Naturfachleuten wesentlich.
Alle österreichischen Bundesländer haben bereits eine Landtagsresolution unterschrieben. Zahlreiche Kirchenverbände, Unternehmen und Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen haben sich ebenfalls angeschlossen.
Auch wenn es Berndorf nur indirekt betrifft finde ich die Aktion sehr wichtig, da wir ja alle auf diesem Planeten leben.
Weiters möchte ich Sie noch auf eine sehr wichtige Aktion aufmerksam machen:
Der Briefkasten quillt über, die Wohnungstür ist mit Werbesackerln verhängt und die Fußmatte verschwindet unter Prospekten. Kennen Sie das? Wenn Sie das nicht wollen, können Sie unerwünschtes Werbematerial einfach abbestellen.
Interessante Fakten: Der Papierverbrauch beträgt in Österreich jährlich 257 kg pro Kopf. Das ist fast doppelt so viel wie der EU Durchschnitt. Ein beachtlicher Anteil davon sind unerwünschte Werbesendungen, die meist ungelesen im Abfall landen. Bis zu 98 Kilo Werbematerial erhält z.B. ein Wiener Haushalt über Post- und Türzustellung pro Jahr.
Jedermann kann sich gegen solch eine Flut von unerwünschtem Werbematerial mit einem einfachen Aufkleber schützen. Über die Serviceplattform "die Umweltberatung" (www.umweltberatung.at/werbung oder via Telefon 01-803 32 32) kann gegen einen geringen Versandkostenbeitrag ein Aufkleber, gegen unadressiertes Werbematerial, bestellt werden. Ist der Aufkleber gut sichtbar an Ihrem Briefkasten bzw. an der Wohnungstür angebracht, dürfen weder die Post noch Werbemittelverteiler Ihnen weitere unadressierte Werbung zustellen. Amtliche Mitteilungen von Gemeinden, Ämtern und Behörden sind davon natürlich ausgenommen. Eine Investition, die sich mit Sicherheit auch für die Umwelt lohnt.
Mit freundlichen Grüßen,
Erich C. Rudolf
Umweltgemeinderat der Stadt Berndorf
erich.rudolf@aon.at
Hier finden Sie den Umweltschutzbericht im Detail!
